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Le Retout Blanc 2024
- Gros Manseng 54%, Sauvignon Gris 36%, Savagnin 10%
- weiß, trocken
- 12,5% Vol.
- Trinkreife: 2026–2042
- Verpackt in: 6er OHK
- voll & rund
- mineralisch
- exotisch & aromatisch
- Lobenberg: 97+/100
- Yves Beck: 95–96/100
- Gerstl: 19/20
- Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
Du Retout, Cussac Le Vieux, 33460 Cussac Fort Medoc, FRANKREICHZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Salz 0,2 g Eiweiß 0,2 g Brennwert 72 kcal / 298 kJ Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren
Kauf ganzer 6er-Gebinde inkl. Holzkiste
Wenn Sie 6 Weine kaufen, erhalten Sie diese kostenfrei in der Original-Holzkiste.
Heiner Lobenberg über:
Le Retout Blanc 2024
/100
Der weiße Retout ist immer eine kleine Sensation und immer etwas wirklich Besonderes, weil er in seiner Rebsortenzusammensetzung so ungewöhnlich ist. Aber genau das liebe ich an diesem Wein! Zudem ist er Jahr für Jahr ein toller Wert. Einziger Nachteil: Es gibt immer viel zu wenig, der Weinberg ist nämlich gerade einmal 1,5 Hektar groß und es gibt nur 8.000 Flaschen von diesem Wein in 2024. Die Cuvée setzt sich zu 54 Prozent aus Gros Manseng, 36 Prozent Sauvignon Gris und 10 Prozent Savagnin zusammen. Der Alkoholgehalt liegt bei 12,5 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,07, die Säure bei 5,7 Gramm. Die Lese fand vom 5. Bis zum 30. September statt. Erstmalig 2023 hat man hier jetzt den Lesezeitpunkt zu Gunsten der Mineralität und Frische vorverlegt, man will unbedingt von der Hochreife hin zur Frische, das ist eine wahnsinnige Verbesserung! Ausbau für neun Monate, davon 88 Prozent im Barrique und 12 Prozent in der Amphore. Ganztraubenpressung ohne Entrappung, danach eine Kaltmazeration bei vier Grad unter Schutzgas. Zweimal Bâttonage innerhalb der ersten vier Monate. Wir haben jetzt einige 2024er Weißweine probiert, gerade zuvor den Pelican Blanc von Doyac. Dahinter braucht sich der weiße Du Retout nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil. Mit seiner völlig anderen Rebsortenzusammensetzung setzt er aber ganz andere Maßstäbe, er hat eine völlig andere Persönlichkeit. Hochintensiv steigt der Duft aus dem strohgelb-grünlich schimmernden Wein auf. Kräuter der Provence – eine hocharomatische Blumigkeit. Diese speziellen Rebsorten aus Südfrankreich bringen eine völlig andere Aromatik als die hier sonst üblichen Sauvignon Blanc oder Semillon. Jasmin, aber auch Salbei, dazu intensiver grüner Tee. Das Ganze mit orangenem und weißem Steinobst unterlegt. Leicht unreife Aprikose, weißer Pfirsichkern. Tolle Reduktion trotz der Batonage während des Ausbaus. Sehr schöne Länge ausstrahlend und eine leichte Salzigkeit! Im Mund so etwas wie eine explosive Offenbarung. Wow! Da kommt das weiße und das gelbe Steinobst mit der Kräuterigkeit und der Blumigkeit dazu. Leicht grünliche Mandarine, Kumquat, weiße Johannisbeere, leicht exotische Maracuja, Orangenzesten und ein Hauch Bitterorange. Eine aromatische Wolke im Mund… Der 2023er war schon so dramatisch in seiner offenen Reichhaltigkeit, in seiner umarmenden Aromatik. 2024 ist wesentlich strammer geradeauslaufend, die salzig steinige Mineralität kommt sehr viel deutlicher durch. Akazienhonig mit Salz und Limette und Passionsfrucht, alles auf dieser leicht grünlichen Steinobst-Spur laufend. Leichte Chilischärfe daneben. Sehr viel Platz einnehmend im Mund und überhaupt ziemlich dominant auftretend. Das ist kein dahinplätschernder Wein, sondern ein herausfordernder Wein mit Größe. Im Nachhall wieder immens säurebeladene Kumquat mit Maracuja-Unterlage, mit grünem Aprikosenkern, Bitterorangen und Orangenzesten. Lang und intensiv mit Salz und leichter Honigspur spielend. Total pikant und anders als in den Jahren davor fast herausfordernd in seiner ausgeprägten, faszinierenden Persönlichkeit. Ein Wein mit wirklicher Klasse! Durch die zweimalige Bâtonnage bekommt er auch die Cremigkeit, die es braucht. Sonst wäre er zu puristisch in seiner salzigen Mineralität. So hat auch einen freudestiftenden Teil in der herausfordernden Persönlichkeit. Fast ein großer Weißwein! Und obwohl es mit kaum möglich schien, tendenziell eher noch besser als 2023. *** Château Du Retout ist ein Vorreiter für eine sehr kuriose Weißweincuvée, aber nur in allerkleinsten Mengen. Die Trauben hierfür stammen aus einer kleinen Parzelle von 1,5 Hektar. Der Wein wird per Hand in zwei Durchgängen gelesen, extrem vor- und nachsortiert. Circa 30 Hektoliter Ertrag pro Hektar. Im Keller wird dann eine Ganztraubenpressung durchgeführt. Danach wird das Ganze sofort gekühlt und unter Schutzgas bei vier Grad ohne die Zugabe von Schwefel abgesetzt. 48 Stunden später startet die spontane Gärung in Barriques, kleinen Holzfudern und in Amphoren. Während der ersten vier Monate wird eine Bâtonnage durchgeführt. Keine Malo. Das Weingut Du Retout liegt direkt am Rande der Appellation Margaux. Deshalb wollte man von der Pflanzung von Sauvignon Blanc absehen, da diese Rebsorte bereits auf Château Margaux für den Pavillon Blanc kultiviert wird. Ziel war es, ein Unikat zu schaffen. Beratend wirkt das Team von Eric Boissenot, das auch für Doyac, Carmenère und Domeyne zuständig ist. Der federführende Önologe ist Marco Balsimelli.,
Jahrgangsbericht
Dieser extrem rare Jahrgang 2024 besticht durch seine noble, fast burgundische Leichtigkeit und eine messerscharfe Finesse, die an den legendären 1988er erinnert. UND er begeistert mit sehr geschliffenen Seidentanninen, animierender Frische und einem wunderbar unbeschwerten, sexy Trinkfluss. Perfekt für den frühen Genuss!
/100
Yves Beck über: Le Retout Blanc
Viel Frische und Finesse im Bouquet mit Noten von Haselnüssen, weißen Blüten, Nektarinen und Birnen, ergänzt durch einen Hauch von weißem Pfeffer und einer kreidigen Note. Lebhaft im Auftakt, wird der Wein von einer ebenso prägnanten wie saftigen Struktur gestützt. Er hat Temperament, Salzigkeit und viel Frische. Sein saftiger und animierender Charakter bestätigt ein ausgezeichnetes Niveau und unterstreicht einmal mehr die außergewöhnliche Qualität der Weißweine des Weinguts, selbst in einem lebhafteren Stil! Er ist dennoch authentisch und köstlich. Ein sehr gelungener Wein. Jetzt bis 2040 95-96/100
/20
Gerstl über: Le Retout Blanc
54% Gros Manseng, 36% Sauvignon Gris und 10% Savagnin. 12.5% Alkohol. Säure 5.7 Gramm und pH 3.07. Die Ernte fand vom 5. bis 30. September statt. Totale Produktion von 8100 Flaschen. Alles von Hand gelesen in zwei Durchgängen. Manuell sortiert direkt in den Reben. Direkte Pressung ohne Abbeeren und kaltes Absetzen bei 4 Grad unter Schutzgas ohne Zugabe von Schwefel. Die alkoholische Gärung findet in Fässern und kleinen Bottichen statt. Zweimal wöchentliches Aufrühren der Hefe während 4 Monaten. Ausbau während rund 9 Monate in 88% Barriques und 12% Amphoren. *** Der Wein strahlt wie alle Weissweine aus diesem Jahrgang enorm viel Frische aus und hat diese vibrierende Energie in sich. Viel zitrische Frucht vermischt sich mit gelber Steinfrucht. Zitrone, Grapefruit, Apfel, weisser Pfirsich, Birne und Mirabelle. Dazu kommt diese tiefgründige und intensive Mineralität und der Schwall aus Kräutern und floralen Aromen. Die straffe Säure dominiert den Auftakt am Gaumen und gibt dem Wein sofort unglaublich viel Druck und Spannung. Die Frucht zeigt sich noch sehr dezent und sehr auf der zitrischen Seite. Mit etwas Reifung wird diese ein super genialer Bordeaux Weisswein. Unglaublich die Kraft und Länge die der Wein zeigt. Er erinnert schon fast etwas an die kargen Loireweine und ich denke, dass er ein sehr gutes Reifungspotential hat. Für meinen Geschmack der beste weisse du Retout der Geschichte. (PB)
Du Retout
Chateau du Retout ist in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch den Zusammenschluss von zwei Weingütern im Haut Medoc entstanden. Die ursprünglichen Weingüter Chateau Retout Pineguy Mercadier und Chateau Salva de Camino waren in Folge der Reblausplage verlassen worden und die Weinberge...