Lobenberg: Gewachsen in Terroirs von Chavot, der Heimatgemeinde von Laherte. Die Pflanzjahre dieser Parzellen waren 1953 und 1978, also sprechen wir hier von alten bis sehr alten Reben. Nur 20 Cm Erdauflage, dann kommt die pure Kreide. Der Boden ist ein weicherer Kreideboden, deshalb steht hier natürlich 100% Chardonnay, der diese Böden liebt. Die Weinbergsarbeit ist biologisch mit Anwendung einiger biodynamischer Methoden. Dieser Plot wird zu 100 Prozent mit nur dem Pferdepflug bearbeitet. Die Spontangärung und der Ausbau fanden im Barrique statt, mit regelmäßiger Batonnage über 6 Monate, dann folgen drei Jahre Hefelager auf der Flasche. Komplett im Holz ausgebaut, keine Malo. Rund 3 g/l Dosage, nur für eine leichte Abrundung dieses messerscharfen Stoffs. Super-elegante Nase, hochfein und so strahlend. 2021 war ein kühles, regenreiches Jahr in der Champagne. Es hat sehr straffe und knackige Moste hervorgebracht, ein bisschen wie 2014 oder 2008. Aber es schmeckt so fein, so geschliffen, so brillant. Ein super cleaner Geradeauslauf, salzig zupackend, mit feinster Agrumenfrucht, Granny Smith, Limettensaft, weißen Blüten und Ingwerschärfe. Ein bisschen mehr Freakstoff als der kräftigere 2020er ist der 2021er schon, weil er noch schärfer ist, aber 2021 hat auch eine wunderbar zarte, animierende Seite. Ich mag das sehr gerne. Ein Wow-Champagner in jeder Hinsicht, der auch gerne noch viele Jahre im Keller liegen bleiben kann, soviel Substanz hat er.