Jülg: Spätburgunder vom Kalk 2024

Jülg: Spätburgunder vom Kalk 2024

VDP

Zum Winzer

Pinot Noir 100%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2034
fruchtbetont
saftig
Lobenberg: 92+/100
Deutschland, Pfalz
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder vom Kalk 2024

92+
/100

Der Gutswein bei Jülg ist schon ein echt großartiger Deal. Komplett entrappt, immer fein, immer mit ganz klarer Frucht. Die eher ins Violett gehende Farbe verspricht eine Tendenz Richtung Kirsche, Richtung Frankreich. Schwarze Kirsche, ein bisschen Cassis. Sehr brillant und klar. Sie ist unterlegt mit wilden Kräutern und zieht die Nase tiefer ins Glas. Wunderbar fein rot und sogar schwarz. Vielleicht ist das der perfekte Ausgleich. Teile dieses Weines wachsen jenseits der Grenze in Frankreich, vielleicht zeigt man hier »best of both worlds«. Im Mund dann kein Zweifel mehr. Kirsche satt. Mit Druck und Tannin und Kalk. Hier zeigt der Boden, was er kann. Wir schmecken Kirschkern, aber auch Gesteinsmehl. Ganz feine Bitterstoffe kleiden den Mundraum aus. Die Säure hat eine innere Spannung, die immer alles zusammenhält und geradeausführt. Nicht so sehr verspielt. Sehr geradeaus und aber auch mit Muskelfleisch. Kein Kraftmeier, aber auch nicht nur die tänzelnde Ballerina. Eine kompakte Kirschfrucht schnellt mit Zug über die Zunge. Verlangt nach mehr.

Jahrgangsbericht

Der athletische Jahrgang 2024 begeistert in Deutschland als absolut authentisches Finessewunder. Die Weine bestechen durch kühle, nordisch-straffe Säure, die von reichlich Extrakt ummantelt wird. Das sorgt für einen animierenden, geschmeidigen Trinkfluss voller nuancierter Tiefe bei herrlich moderatem Alkohol.

Mein Winzer

Jülg

Das Weingut Jülg im südpfälzischen Schweigen-Rechtenbach ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Winzer Johannes Jülg zählt mit seiner absolut eigenständigen und sehr burgundischen Stilistik bereits seit einigen Jahren zur qualitativen Spitze der Pfalz.

Spätburgunder vom Kalk 2024