Einer der besten Gutsweine Deutschlands und zwar schon seit Ewigkeiten. Immer aus den besten Weinbergen um Winningen, in einer Mischung aus deutschen Stückfässern und Edelstahl ausgebaut. Spontan vergoren. Es gab bei Heymann-Löwenstein keine dramatischen Ertragseinbußen in 2024, rund 40 hl/ha Ertrag, weil es nahezu keinen Frost. Tolle Nase! Wunderbarer Duft von pinker Grapefruit, Orangenöl, etwas Kampfer und Bitterorangen. Dieses wunderbare Spiel aus vibrierendem Stein und feinen Bitternoten ist so typisch für Heymann-Löwenstein. Ich liebe das. Diese Gratwanderung zwischen Pfälzer Charme und Feinnervigkeit der Mosel wie sie nur Reinhard und Sarah Löwenstein hinbekommen. Druckvoller, intensiver Grapefruitsaft mit etwas Wermut hintenraus, zieht schön durch, viel Druck, die Augen werden schmal, intensiv, herbsaftig, mit straffer Mineralität und viel Extraktdichte. Für einen Gutswein ist das schon irre viel Riesling im Glas. Die Nervigkeit des Schiefers zieht sich durch den Nachhall. Kraft und mit saftigem Mandarineneinschlag, auch Grapefruit und etwas Anis im Nachhall. Schön zugänglich, geschmeidig in der Textur, Löwenstein’scher Schmelz par excellence. Nichts eckt an, saftig und wunderbar fruchtbetont, sehr offenherzig und einnehmend. Feinziselierte Schiefermineralität, die eine schicke Frische gibt, dazu feine Grapefruitbitternoten, die den Speichelturbo zünden. Alles passt!