Das ist der Art Zweitwein aus dem Hermannsberg, so wie der vom Vulkan aus der Kupfergrube kommt. Hier sind wir komplett auf Schiefer gewachsen. Das ist hier eher Tonschieferverwitterung, eigentlich kein echter Devonschiefer wie an der Mosel. Nur geringe Maischestandzeit, dann abgepresst und spontan vergoren im Edelstahl, teilweise auch im Holz. Der Wein bleibt ohne Abstich auf der Vollhefe von der Vergärung bis Ende März. Durchgegoren auf rund 4 g/l Restzucker. Mit unter 35 Jahren sind es die jüngeren Reben der GG Lage Hermannsberg. Die Nase des Vom Schiefer ist etwas gesetzter und feiner als die des Vom Vulkan. In die Nase steigt ein steinig-staubiger Duft wie Sommerregen, dann schlotzige gelbe Frucht. Wow, hat das Druck und Fülle in 2025. Mirabelle, Zitronenschale, Bienenwachs, Williamsbirne, keine grüne Zitrusfrucht dieses Jahr, sondern ganz feine Cremigkeit und Schub. Die 2025er haben einen Lecker-Turbo, selbst beim sonst so strammen Gut Hermannsberg. So feine und geschmeidige Rieslinge hat Karsten Peter hier länger nicht mehr im Keller gehabt. Auch im Mund nasser Stein, zart-gelbe Frucht, das Ganze eben abgeschliffen. Eine Ode an die Freude, ein wirklich leckerer Zechwein mit Klasse und raffinierter Finesse. Er ist fein und doch steinig-pikant.