Die Lage Cerretta liegt am Ort Baudana unterhalb von Serralunga d’Alba, alte, eisenhaltige Böden mit hellen Lehmböden. Die Maischegärung dauert bis zu 35 Tagen im Stahltank. Anschließend folgt der ungefähr 48-Monate andauernde Ausbau in den traditionellen, großen, gebrauchten Eichenholzfässern aus slawonischer Eiche. Zartes, leuchtendes Rubinrot, das allerdings nichts über die Konzentration dieses Weins aussagt! Denn die Nase ist überraschend opulent, voll reifer Himbeeren, süßer Erdbeeren und roter Kirschen. Mit der Zeit entwickeln sich zart tänzelnde, schwebende Vanille, braune Gewürze, erdiger Schwarztee, sowie helle, schwebende Rosenblüten mit heller Lakritz und zart nussigen Tönen. Die schwebende Teer-Aromatik leitet auf die immens steinige, rauchige und tiefe Mineralik über. Im Mund strotzt dieser Cerretta im zart schwebenden Stil von Giacomo Conterno vor Präzision! Kühle Cranberries, rote Kirschen und rote Johannisbeeren gleiten auf den immens vielen geschliffenen Cerretta-Tanninen über die Zunge. Milchschokolade, ein Hauch Sanddorn, zart schwebende, dezent bittere Kräuter, auch etwas Orangenschale, ein Hauch Minze und weiße Pfefferwürze im langen, salzig-mineralischen Nachhall. Der Wein braucht im besten Fall noch ein paar Jahre im Keller, um die vielen Tannine zu integrieren. Sehr, sehr schick – ein mineralisches Konzentrat mit schwebender, zarter Verspieltheit und der verlockenden Feinheit von Vanille und Tonkabohne am Ende. Drahtig, kraftvoll, aber auch sehr verspielt, tänzelnd. Ein sehr schicker Wein, der der Perfektion in diesem großen Jahrgang zum Greifen nahe ist.