Normalerweise ist Terra Montosa immer aus den Rüdesheimer Berglagen, sowie dem Rauenthaler Nonnenberg. Seit 2019 ist jetzt aber auch Lorcher Pfaffenwies mit drin, denn Theresa hat 2019 die Lagen des Lorcher Weingutes Altenkirch übernommen und jetzt rund 7 Hektar Weinberge in Lorch. Theresa ist der Meinung, dass dieser Steillagen-Riesling aus dem mittleren Rheingau durchaus diese pikante Beigabe von Lorch, was ja schon gewissermaßen Mittelrhein-Charakter hat, dem Terra Montosa richtig guttut. Fast alle Lagen haben mehr oder weniger Schiefer-Charakter. Der Terra Montosa ist keine Abstufung oder Vorlese, sondern ein Wein aus demselben Material aus dem die großen Lagenweine gemacht werden. Erst vier Wochen vor der Füllung wird entschieden, was in die Lagen geht und was in den Terra Montosa abgestuft wird. Das ist also schon absolut highclass, was hier eingeht. Und das spürt man, denn hier geht es jetzt richtig los mit dem Stil von Theresa. Der Wein zeigt schon deutlich in welche Richtung die Lagenweine gehen. Vergärung und Ausbau im Stückfass von 1200 Liter. Im Weingut Breuer feiert man den kühlen Jahrgang 2024, weil er genau in den Stil des Hauses passt. Und gerade Rüdesheim tut sich in ultratrockenen Jahren immer etwas schwerer, daher ist ein Jahr mit mehr Regen wie 2024 schon etwas entspannter. Die Alkoholgrade sind super moderat, perfekt für Riesling, knackig und straff ausgelegt, aber reif, nicht extrem. Das Holzfass gibt eine feine Unterfütterung zur kühlen Frucht von 2024, alles ist helltönig, kristallin, elegant, keine Gelbfrucht, keine Wucht, nur kühler Stein und weißes Steinobst mit feinen Zitruseinsprengseln. Dann kommt die ungeheuere, dunkle Feuersteinmineralität, so puristisch und straight in 2024. Das ist voll auf die Zwölf. Berauschende Mineralstruktur und was für ein grandioser Säurekick, der den Wein fliegen lässt. Das Holz trägt den Wein zusätzlich und rundet das Ganze etwas ab. Das ist so sehr Breuer wie es nur geht.