Der Wein stammt aus spätgelesenen Partien der Juffer, die für diesen Wein vorgesehen sind und auch ein Teil aus GG-Material, das nicht ganz durchgegoren ist. Alles Brauneberger Juffer natürlich, und es hat dann immer so um die 12 bis 13 Gramm Restzucker, wenn die Vergärung stoppt. Ein Ergebnis, was Oliver Haag auch gerne möchte, denn dieser Wein ist schon sowas wie ein Klassiker geworden, immer einer der besten feinherben Weine der Mosel. Es ist eben auch tolles Material. Und die feinherbe Variante der Juffer ist immer eine sehr schlüssige Sache. Der Wein duftet nach nassem Gestein, nach reifen Orangen und Tonicwater. Er wirkt kühl und straff mit seinem steinigen Grip. Die 2024er haben diese grandiose Leichtigkeit des Seins, obwohl sie so leicht ja nur auf dem Papier sind und nicht geschmacklich. Da bleibt schon viel kühler Druck stehen im Mund. Gerade zu Wildgerichten kann ich mir diesen druckvollen Stoff gut vorstellen. Aber wie das GG hat auch dieser Wein die immense Mineralität und diese salzige, grandiose Länge. Hier steckt schon sehr viel Trinkfreude im Glas.