»La Villa« ist eine einen Hektar große Parzelle mit den ältesten Rebstöcken in der Lage Castelletto in Monforte d’Alba. Ab dem Jahrgang 2024 wird die Lage offiziell als Einzellage klassifiziert werden. Die 40 bis 60 Jahre alten Reben stehen in Süd-Ostausrichtung auf 350 Höhenmetern. Nach der Handlese werden die Trauben im Rotations-Tank vergoren und dann 12 Monate lang in französischen Barriques ausgebaut, bevor der Wein nochmal 12 bis 18 Monate in großen 50 HL fassenden Eichenfässern aus slawonischer Eiche weiter reift. Leuchtendes Rubinrot. Was für eine charmante, rot-fruchtige Nase! Reife Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren mit würzig mineralischen Einschlägen von rostigem Eisen, Fleischbrühe und einem Sammelsurium duftender Kräuter sowie roter und gelber Blüten. Im Mund ist dieser Wein spannungsgeladen und elegant. Geradeaus laufende, rote Johannisbeeren und Kirschen begleiten die intensiv griffigen, beinahe sandigen Tannine. Süßer Kirschkern und saftige Brombeeren bleiben im Nachhall auf der Zunge. In diesem großen Jahrgang braucht der Wein mit Sicherheit ein paar Jahre länger im Keller, bevor die Tannine integriert sein werden – momentan lassen sie den Wein noch eher schlank auf der Zunge erscheinen. Mit etwas Flaschenreife wird sich dieser Barolo zum burgundisch anmutenden, Volnay-artigen Wein entpuppen. Fein strukturiert und zugleich sehr mineralisch, dafür steht auch das Terroir hier in der Lage Castelletto. Die Familie trinkt den Barolo La Villa frühestens nach 5-6 Jahren. Ein klassischer Barolo von diesem Familienweingut, das momentan noch ein »Underdog« aus Monforte ist – daher ist das total spannender Stoff zum Toptarif!