In kühleren Jahrgängen wie 2021 und 2024 ist das ein sehr interessanter Marsanne, ein grandioser Weißwein. Es gibt insgesamt nur einen halben Hektar von diesem Lieu-dit Les Miaux. Biodynamische Bearbeitung. Der Wein besteht zu 100 Prozent aus Marsanne. Die Trauben werden im Weingut direkt abgepresst und zu 100 Prozent in gebrauchten Demi-muids mit 600 Litern Fassungsvermögen vergoren und ausgebaut. Im Grunde ist das ein Turbolader des Crozes-Ermitage Le Grand Courtil. Die Frucht ist brachial intensiv, erinnert mich initial an einen großen Chardonnay aus dem Mâconnais mit dieser intensiven, dichten, gelbfruchtigen Wucht. Pfirsich ohne Ende, Zitronenthymian, ein bisschen Eistee-Charakter, weil er so erfrischend wirkt in 2024. Immense Extraktdichte, der Wein schlägt auf der Zunge ein, krachend und reich ankommend, aber er wird immer schwebender und leichtfüßiger hintenraus. Die Finesse übernimmt im Abgang mit zartem Salz und wieder Pfirsich bis zum Abwinken. Ein berauschender Miaux in 2024 – ein genialer Jahrgang für die Weißen. *** Die Methode Ferraton folgt im Grunde immer einem ähnlichen Schema: Biodynamie in den Weinbergen mit sehr viel Handarbeit aufgrund des hohen Anteils an Steillagen. Für die Signature-Linie werden gekonnte Assemblages von den besten Parzellen zusammengeführt. Meist werden gewisse Anteile an Ganztrauben mitvergoren, wenn es die Lagen und der Jahrgang zulassen, so wie es passt. Die Signature-Linie steht für das Savoire-Faire des Hauses. Bei der Parcellaire-Linie hingegen werden nur Einzellagen abgefüllt, sowie alles vor der Gärung komplett entrappt, weil Winemaker Damien Brisset keinerlei Einfluss nehmen möchte, nur das Terroir soll sich unverändert ausdrücken. Vergoren wird spontan im Beton. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Der Ausbau geschieht in Barriques und Demi-muids, sowie Stückfässern. Die Neuholzanteile sind stets gering, meist um 10 bis 20 Prozent.,