Der Halgans kommt vollständig aus der Großen Lage Halenberg, ist quasi als eine Art Zweitwein zu verstehen. Spontangärung und Ausbau identisch mit den Großen Gewächsen im großen Holzfass. Die Nase des Halgans ist wie immer dunkler und kühler, minzig und elegant. Er zeigt weniger als der Frühtau in der Jugend, wirkt verschlossener und steiniger. Der Halgans ist echt ein Powerteil in 2025. Abgrundtief dunkel, steinig, rauchig, ein richtig wilder, druckvoller Wein. Erinnert tatsächlich etwas an 2025 hier mit diesem immensen Punch aus der Tiefe. Zieht an den Papillen, dunkelbeerig, graphitig, Cassis, dann immer wieder Feuerstein und noch mehr Feuerstein. Das ist für die Ortswein-Kategorie ein Überflieger. Großes Kino in diesem Bereich, keine Frage. Diese mineralische Kraft muss ihm erstmal jemand nachmachen. Wem dieser Rieslingtyp zu straff und seriös ist, sollte lieber zum freundlicheren, expressiveren Frühtau greifen. Das hier ist für fortgeschrittene Genießer und Halenbergfans.