Bei der tollen Qualität, die bereits in der Basis steckt, war klar, dass Frank irgendwann mal eine höhere Qualität daraus ziehen würde. Der Grauburgunder S wird im großen Holz von 2000 Litern ausgebaut, für den 2024er ist das Fass neu. Im Wesentlichen gibt es auch jeweils nur ein Fass vom Weiß- und Grauburgunder S, wobei es in 2024 keinen Grauburgunder R geben wird, jenes Halbstückfass lief also auch noch in diesen Wein und gibt ihm einen schicken Boost. Der S ist eine Selektion der feinsten Trauben, zudem stehen die Reben in einer richtig starken Parzelle mitten im Kernbereich des Frühlingsplätzchen. Also grandioser Boden. Für einen Grauburgunder ist das schon unverschämt fein in der Nase. Das kühle Jahr 2024 hilft natürlich, dem Grauburgunder noch mehr Spannung zu geben. Es gibt kein Fett in diesem Jahr, und doch hat er einen sehr dichten Schmelz. Wie meist bei Schönleber, ist der Wein eher reduziert in der Frucht, nicht wirklich laut. Zarte Erdigkeit, etwas Tee und Schwarzbrot, hat nur zarte Anklänge von roter Frucht, ganz wenig Boskoop und Gartenkräuter, ein ganz klein wenig Brioche. Diese Burgundersorten von der Nahe sind wirklich extra, ich mag diese Eleganz und die Finesse, die sie hier entwickeln können. Sehr geradlinig, fast kühl, jedenfalls schlank und geschliffen für einen Grauburgunder. Das ist schon ziemlich fein für sich genommen. Der Wein trinkt sich wunderbar in 2023, er ist eher auf der feinen Seite, moderater Alkohol, sehr balanciert, trinkfreudig, ein Ausbund an Eleganz.