Über einen Zufall kam Christian Hermann zu einer Parzelle in der berühmten Sonnenuhr. Erst 2020 gab es hier die ersten Weine unter seinem Label. Die Parzelle liegt in der vierten Etage, recht weit oben, das ist an diesem Teilstück schon die oberste Etage direkt am Waldrand, laut dem alten Manfred Prüm mit das beste Stück in dieser Lage. Die weiteren Parzellen, die Christian mittlerweile hat, liegen bei der Brücke etwas mittiger im Hang. Hier ist viel Quartz im Boden, schön karg, dadurch bekommt es einen ganz feinen Moselstinker, diese zarte Feuerstein-Reduktion. Ein bisschen Prüm-Charakter. Dann greift die Lage mit feiner Salzigkeit, Granny Smith, helle Blüten. Wehlen ist etwas geschmeidiger und feiner als Erden, das ist klar. Die Frucht ist etwas dichter und gelber, zarter. Aber 2025 hat schon gewaltig viel Zug, ist in der Rassigkeit vergleichbar mit 2024, nur weniger karg. Da ist schon mehr Frucht und Schub dahinter. Schon im Jungstadium präsent und verführerisch mit der höheren Aromatik und Power.