Der 2025 stammt wieder zum größeren Teil aus Kinheimer Rotschiefer-Lagen, und ungefähr 20 Prozent aus Erden wie Treppchen. Das ist vom Mostgewicht annähernd eine Spätlese trocken, die es beim VDP ja nicht mehr gibt, zu dem Christian Hermann mittlerweile gehört. Es ist das Bindeglied zwischen den Gutsweinen und den GGs. Der Rotschiefer hat eine super ansprechende Nase, sehr schick, duftig, mit rotem Weinbergspfirsich und Pfingstrosen, auch Grapefruit und roter Pfeffer. Im Mund eine grandioser mineralischer Zug, die Augen werden schmal, schön saftig und straff, salzig-pikant, dazu diese feine rote Frucht, die diese Erdener Lagen so charmant machen. Hoher Extrakt, hohe Reife, das hat schon Wumms, aber eben auch eine frische Säurespur wie 2015. Für einen Gutswein ist das eigentlich Hohn, weil der Wein qualitativ locker auf Ortswein-Plus-Niveau liegt. Ich kann mich kaum satt trinken an diesem saftigen Moselaner.