Das Kabinett aus den Alten Reben gab es in 2022 zum ersten Mal und er hat mich direkt absolut begeistert, und seitdem hat sich Christian Hermann entschlossen aus dieser uralten Parzelle dauerhaft ein Kabinett zu lesen, wenn es machbar ist. Spontan vergoren auf etwas über 40 Gramm Restsüße und rund 8.5 g/l Säure. Diese Reben sind im Treppchen 110 Jahre alt, also der Name ist Programm. Sie stehen in einem Teilstück ganz nahe am Prälat, die in der Klassifizierung nicht dem Prälat zugeordnet wurden. Der Boden ist allerdings auch anders, es ist mehr blauer Schiefer und weniger rötlich. Das Kabinett Alte Reben wird zu 100 Prozent im Holz ausgebaut, was ihm diese. Und die Nase ist im Gegensatz zum normalen Kabi nochmal feiner, filigraner und schwebender, zugleich kommt aus den uralten Reben aber auch dieser köstliche Schmelz aus gelber Frucht. Das Treppchen wurde etwas später gelesen als der Würzgarten, ist einen Ticken reifer und hat mehr Schmelz. Eine köstliche Fruchtdichte mit Kumquat, Nektarine, Himbeere, intensiv und kraftvoll. Der Ertrag ist immerhin auch 60 bis 70 Prozent niedriger als bei jungen Reben. Daher kommt diese extreme Dynamik und Strahlkraft in die Weine. Lang und länger werdend, die Säurespur lässt den Speichel zusammenfließen, ist aber eben einen Hauch runder und schmelziger als das reguläre Treppchen Kabinett. Das ist eine mundfüllende Delikatesse.