Aus Klasse Eins Parzellen im Erdener Treppchen, sehr geringe Erträge von alten Reben um die 90 Jahre. Spontan vergoren und im Fuderfass ausgebaut, hälftig auch im Edelstahl. Im Gegensatz zu den anderen Kabinetten gibt das Holz hier eine Zusatzdimension mit etwas Mikrooxidation, was den Wein immer etwas offener und einnehmender macht in der Art. Sehr geringer Ertrag, es musste gut ausselektiert. Der Wein hat etwas über 40 Gramm Restzucker und rund 9 Gramm Säure, also ziemlich perfekt. Der Wein heißt ab 2024 nicht mehr Fuder 6, weil Christian Hermann jetzt im VDP ist, und dort die Fassnummern-Weine eher für Versteigerungsweine reserviert sind und nicht fürs normale Sortiment. Aber es ist derselbe Wein, nur die Benennung hat sich etwas geändert. Er ist Mitte September am ersten Tag der Lese geerntet, entsprechend ist er straff und würzig, nicht übermäßig laut im Kontext des Jahrgangs. Schöne Würze mit Grapefruitschalen, Pfirsichschalen, gelben Blüten, kandiertem Ingwer. Baut einen intensiven Spannungsbogen auf im Mund, sehr clean und strahlend, selektive Lese der allerfeinsten Beeren. Dicht und intensiv, trotz all der Kühle. Die Säure ist 2025 sehr gut verpackt und sticht nicht hervor, obwohl sie stramm steht.,