In den hohen Bergen von fast 1000 Höhenmetern um Aguilera gewachsen. Kalkstein mit Sand und etwas Lehm. Südwestexposition, nur 1,5 Hektar groß. 35 bis 50 Jahre alte Reben in Buschform. Kleinbeerige Tinto Fino. Blauschwarz mit braunen Reflexen. Der Wein wird händisch in kleinen Körben geerntet, vollständig entrappt und dann kalt mazzeriert. Nach einigen Tagen erfolgt die spontane Fermentation im Beton, der Wein verbleibt dann aber für Wochen auf den Schalen. Nach der Korbpresse geht es in 3000 Liter und Demi-Muids von 600 Liter, ein winziger Teil auch in neue Barriques. Malo im Fass. Satte Veilchen-Lakrits-Nase, intensiv viel schwarze Kirsche. Süße Maulbeere daneben. Etwas Teer und schwarzer Schiefer, Thymian, Unterholz. Leicht verbrannt und geröstet. Im Mund wieder dieses Lakritz-Veilchen-Schwarzkirsch-Elixir, etwas rohes Fleisch darunter. Süße Datteln, Feigen, dunkler Stein. Satter Nachhall, trotz opulenter Frucht große Eleganz. Ein enormer Wein, der für das, was er zeigt, enorm billig ist. Die Konkurrenz auf diesem Level kostet immer 50% mehr, und das zu Recht, weil dieser Camino Gumiel so unverschämt billig ist. Toller großer Wein.