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Dominio del Aguila: Picaro del Aguila Clarete Rosado 2023
- Albillo, diverse autochthone Reben, Tempranillo
- rosé, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2026–2038
- unkonventionell
- strukturiert
- mineralisch
- Lobenberg: 95/100
- Parker: 94+/100
- Galloni: 93/100
- Jeb Dunnuck: 93/100
- Spanien, Ribera del Duero
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Dominio del Aguila S.L., Los Lagares No. 42, 09370 La Aguilera (Burgos), SPANIEN
Heiner Lobenberg über:
Picaro del Aguila Clarete Rosado 2023
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Jorge Monzón von Dominio del Aguila ist studierter Önologe und hat absolute Top-Stationen hinter sich, unter anderem unter Bernard Noblet bei Romanée Conti, Vega Sicilia und Arzuaga. Mehr muss man wohl nicht sagen. Bis er sich dann 2010 mit seinem Projekt selbstständig machte. Er kauft seitdem uralte Weinberge, meist als Mischsatz gepflanzt nach traditioneller Art. Der Ausbau erfolgt Terroir-getreu mit minimalem technischem Einsatz und mit möglichst wenig Eingriffen. Nur die alten Weinberge sollen aus den Weinen sprechen. Die Ergebnisse sind spektakulär und super spannend, Ribera hat einen neuen Rising-Star. Dieser Wein ist ein echtes Unikat, bitte erwarten Sie keinen klassischen Rosé. Das ist ein Wein, den das Weingut selbst eigentlich nur ungern als Rosado bezeichnet, denn er ist eigentlich irgendwas dazwischen. Der Clarete wird nach einer uralten Methode hergestellt wie sie in der Gegend um Aranda de Duero in Vorzeiten üblich war. Weiße und rote Trauben werden hier zusammen vergoren und ausgebaut. Etwa ein Drittel Tempranillo und ein Drittel weiße Albillo werden mit einem weiteren Drittel aus einem uralten gemischten Satz mit unzähligen Rebsorten zusammengeworfen. Hier stehen Garnacha, Bobal, Bruñal, Monastrell, Tempranillo Gris, verschiedene Albillos, Garnacha Blanca, Pirulés, Jaén, Moscatel, Malvasías und noch vieles mehr. Total abgefahren. Alles wird biologisch bewirtschaftet, teilweise unglaublich alte Reben, alles Massale Selektionen, keine Klone. Nur uralte, indigene Rebsorten. Einmalig. Alles in Direktpressung zusammen abgepresst und im Betontank im alten, tiefen und sehr kalten Keller vergoren. Danach erfolgt ein langer Ausbau von bis zu eineinhalb Jahren im Barrique. Das Weingut selbst bezeichnet diesen als aromatisch zum Weißwein tendierend, aber von der Seele her ein Rotwein zu sein. Und am Ende ist er irgendwie keines von alledem, eben ein Unikat. Dieser einzigartige Rosado begeistert schon direkt durch seine super Farbe, tiefes Lachsrosa mit Zwiebelschalen-Stich. Auch die Nase glänzt durch Extravaganz, denn sie zeigt für einen rosafarbenen Wein einen etwas ungewohnten, aber sehr eleganten Holztouch. Fast ein bisschen Chassagne-Montrachet-Reminiszenz. Auch darunter gibt es nur wenig Frucht, ein Hauch Grapefruit und Blutorange, ein kleines bisschen getrocknete Kräuterwürze. Doch insgesamt ist das kein fruchtiger Rosé, sondern einer der sich eher über Struktur, den gekonnten Holzeinsatz und eine eher steinig-frische Anmutung ausdrückt. In der Nase deutet kaum etwas darauf hin, dass dies überhaupt ein Rosé ist und blind würde ihn so mancher vielleicht gar für einen weißen Burgunder halten. Dieser Rosé kann in seiner Jugend gerne karaffiert werden, etwas Luft tut ihm definitiv gut, denn er ist ausgesprochen lagerfähig und für ein viel längeres Leben gemacht als herkömmliche Rosados. Mit Luft kommt die wunderbar animierende Bitterorange noch deutlich mehr zur Geltung. Am Gaumen ist der Clarete sehr fein, ultrageschliffen und fühlt sich auch hier durch den noblen Holzeinsatz super stylisch an. Gleichzeitig jedoch ist der Wein hochintensiv, sehr energetisch und präsent am Gaumen, druckvolle Grapefruit, Blutorange, feine Bitterorange, die etwas an Aperol erinnert. Die sehr vitale Säurespur verleiht dem Clarete trotz seines imposanten Auftritts mit dem Holzausbau und einem hohen Reifegrad der Trauben eine gewisse Leichtigkeit und eine Feinheit, dass der Wein gleichzeitig intensiv, einnehmend und dennoch irgendwie fast filigran wirkt. Das ist ein ganz eigener, aber großartiger Rosado-Stil, den Dominio del Aguila hier präsentiert, total unique, mit grandioser Länge und unglaublich viel Charakter. Die sehr delikate, helle Holznote trägt die rotgelbe Orangen-Aromatik und etwas Nektarine sehr gekonnt über den Gaumen. Feine Salzigkeit an den Zungenrändern, leichte Pikanz, Zitrusfrische, und nie die elegante Auslegung verlierend. Ein sehr außergewöhnlicher Wein, der mit dem ebenso einmaligen Rosé von Tondonia (der ähnlich hergestellt wird) sicher zu den einzigartigsten Rosés Spaniens gehört.
Jahrgangsbericht
Der spektakuläre Jahrgang 2023 gilt in Spanien als Meilenstein der Eleganz. Deutlich balancierter als 2022, präsentieren sich die Weine als reife, ungemein harmonische Version von 2020. Sie bestechen mit einer steinigen Reduktion, atemberaubender Sauberkeit und einer präzisen Symmetrie von absolutem Weltrang.
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Parker über: Picaro del Aguila Clarete Rosado
Along with the 2022 and 2024, I also tasted the 2023 Pícaro del Águila Clarete, which was produced with the same blend as the other years: equal parts Tempranillo and Albillo Mayor and up to 30% of a complex mix of other red and white varieties found in the old vineyards. The full clusters were pressed and the juice left to settle in concrete vats in the very cold underground caves, then it had a slow fermentation in oak barrels, where it spent a total time of around 15 months. It comes in at 14% alcohol but with a low pH of 3.25. It has an intense pink color and is vinous and intense. It's full-bodied and has a very good mid-palate and a long, salty and tasty finish. It's young and undeveloped and should be long lived. Tasting all the vintages side by side, this one showed some similarities with 2013, even though the vintages were almost the opposite: 2023 was and dry and 2013 was rainy and cold. 2023 is more of a light red than a white. 6,324 bottles and 217 magnums produced. It was bottled in December 2024.
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Galloni über: Picaro del Aguila Clarete Rosado
The 2023 Clarete Pícaro del Águila blends 60% Tempranillo, 30% Albillo Mayor and other field-blend varieties. It is fermented in barrel. Pale salmon in color, the wine opens with cherry, peach and a seductive candy note. The palate is fresh and delicate, with lingering cherry on the finish. This is a clarete built to age. “It shows best in its sixth year,” says Jorge Monzón. Recently sulfited and bottled, it will grow with time.
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Jeb Dunnuck über: Picaro del Aguila Clarete Rosado
The 2023 Clarete Vinas Viejas Picaro del Aguila is made from a field blend of massal-selection Tempranillo, Albillo, Bobal, and Garnacha, whole-cluster foot tread and sourced from 110-year-old vines. The wine is made in ancient cellars dating to the 15th century just outside the village and is an homage to the past, when Clarete was a common wine made in Ribera Del Duero, pink in color from mixing red and white grapes. Fermentation is slow and takes place in oak vats with native yeasts, with aging followed in neutral French and American oak. It’s deliciously textural and light-bodied in style, with a taste of nectarine and plum, fresh throughout. Enjoy now and for the next 8-10 years.
Dominio del Aguila
Die Geschichte von Jorge Monzón und seiner Partnerin Isabel Rodero ist ebenso faszinierend und einzigartig wie sie von Erfolg gekrönt ist.