2023 war über den Sommer weniger heiß als 2022, aber dann ist gegen September und August nochmal eine ziemlich intensive Hitzewelle reingerollt, die die Trauben stark konzentriert und den Weinen wahnsinnig viel Power eingehaucht hat. Der Fruchtausdruck ist etwas dunkler und auch würziger als 2022. Der Boden besteht in den oberen 40 Zentimetern aus Kieselsteinen, also eine Erinnerung an Châteauneuf-du-Pape. Sehr viel Kalkstein dazwischen, dann wird es immer kompakter, und nach einem Meter landen wir auf massivem Kalkstein. Es ist weiter unten am Hang, recht nah am Ort gelegen, in reiner Ostexposition auf steinigem Kalksteinmergel. Ein Ausbund an dunkler, intensiver Frucht, reich und warm, Brombeere, Heidelbeermus, Lakritze und Kakao. Die Lage liegt einige Parzellen unterhalb von Bonnes-Mares, also etwas mehr zu der auf Morey zulaufenden Seite von Chambolle. Eher dunkle, rauchige Art, auch aromatisch ein bisschen an Bonnes-Mares angelehnt. Dennoch ein hochfeiner, geschmeidiger Mund mit feiner Säure, die sich nahtlos in die cremigen Tannine schmiegt. Ein Gaumenschmaus mit enormer Saftigkeit, die Säure ist nicht viril wie 2021, sondern die ganze Geschichte ist eher geschmeidig wie 2009. Wie immer braucht Beaux Bruns Zeit, allerdings ist er in 2023 in seiner Köstlichkeit früher zugänglich.