Ein ganz neues Projekt von Stéphane Ogier. Er hat seinen Blend der besten Parcellaire, also das was eigentlich Reserve hieß, nun seit 10 Jahren kontinuierlich in einer Menge von mindestens 10.000 Flaschen oder mehr weggelegt, um diesen Late Release von 10 Jahren vorzubereiten. Ab dem Erstlingsjahrgang 2015 in 2025 wird dann jedes Jahr der Wein mit 10 Jahren Reife auf den Markt kommen. Als Schmankerl kommen im ersten Jahr für die besten Kunden auch noch 2012 und winzige Mengen 2010 auf den Markt. Für Stephane ist der 2012 die einen Hauch leichtere Version von 2022, aber sie haben in Sachen Eleganz und Harmonie dieselbe Auslegung. Der 2012er zeigt eine feine erste Reife mit Unterholz und frischer Erde, süßem Pumpernickel und dunkelroter Kirsche. Der Mund ist von elegant abgeschmolzenen Tanninen eingerahmt. Ich verstehe schon, warum Stéphane den Jahrgang 2012 mit 2022 vergleicht, die unterliegende Power ist selten so harmonisch und fein verpackt. 2012, 2017, 2022 – alles warme Jahre mit viel Frische und Eleganz und dahingehend mit einem ähnlichen Charakter. Ein bisschen wie 2007 zuvor. Diese Late Release von Stéphane sind ein Segen, denn aufgrund der winzigen Produktionsmenge in Côte-Rôtie ist es gar nicht so einfach so lange gereifte Jahrgänge von den Domaines zu bekommen. Ogier liefert jetzt perfekt reifen Trinkspaß von den größten Terroirs des Nordens. Besser gehts nicht.