Lobenberg: Der Sancerre aus den alten Reben bringt so viel Power und Struktur mit, dass er bei JM Roger ins Holz gelegt wird. Rund 40 Prozent sind im Barrique vergoren und ausgebaut, davon ist ungefähr die Hälfte neu. Das steht dem Wein sehr gut, gibt ihm einen burgundischen Schliff, aber das Holz dominiert keineswegs, es ist fein eingebunden und bleibt im Hintergrund. Probiert man diesen Wein von über 40 Jahre alten Reben aus den besten Weinbergen der Domaine J-M Roger, erschließt sich einem der große Schatz Sancerres ohne Umschweife, denn die Mineralität ist klar die große Dominante in diesem Wein. Kalkige Kieselsteine überziehen die Einzellagen der Heimatgemeinde Bué und verleihen dem Wein diese Intensität und geradezu strahlende Mineralkraft. Langer Ausbau auf der Hefe, der hilft diese hohe Mineralität zu verdauen. Tiefe Zitrusfrucht, die teils in Grapefruit abschweift. Dazu eine dunkle Mineralik, die durch das Holz nochmal verstärkt wird. Ein wenig Oolong und Butterkaramell. Im Mund strahlt dieser Sancerre dann förmlich. Erneut die kräftige Zitrusaromatik mit etwas Lemon Curd und Mandarinenabrieb. Hinten heraus kommt die für Sancerre so typische Mineralik in einer tollen Kombination mit einer zarten, nicht laktischen Cremigkeit. Ein Terroirwein. Ein typischer Sancerre, der seine Herkunft und insbesondere seinen Boden schmeckbar macht! 94+/100