Die 2024er sind der letzte Jahrgang für den langjährigen Kellermeister Michel Maillard, der in seine eigene Domaine zu Hause zurückkehrt. Die Koreanerin Jae übernimmt ab 2025, sie kommt vom legendären Ch. Grillet an der Rhône. Der Clos d’Eugenie liegt mitten im Ort, genau an der Domaine, quasi wie ihr Garten eigentlich. Vergoren mit einem kleinen Rappenanteil von einem Drittel und mit rund einem Drittel auch etwas mehr Neuholz als beim Village. Die Weine verbleiben alle ungeschwefelt bis nach der Malo. Der Clos d’Eugenie ist perfekt situiert unterhalb des La Tâche Grand Cru und wird nur durch die Weinbergsmauer von ihm getrennt. Er hat immer einen Touch von dieser charmanten, umarmenden Art, weil es ein sehr warmer Plot ist. Meist ist es der erste, der geerntet wird bei der Domaine. Diese generöse Reife bringt in einem kühlen Jahr wie 2024 die nötigen Hände im Rücken, er zeigt viel samtige Blaubeere, Cassis, Kakaopulver und dann kommt so viel dunkelrote, süße Kirsche, dass man ihn beinahe für einen Chambolle halten könnte. Leicht angeraute Textur im Mund, samtige Tannine und die Anmutung von dunklem Stein als Unterlage. Die 2024er sind wirklich köstlich in ihrer zarten Aromatik, die Tanninreife ist nicht so üppig-seidig wie in den Vorjahren, sie sind etwas straffer, was aber durchaus gut zu diesem etwas filigraneren und athletischeren Körperbau des Jahrgangs passt. Ein bisschen vergleichbar mit Jahren wie 2012 oder 2014.