Dönnhoff: Sauvignon Blanc Marama 2024

Dönnhoff: Sauvignon Blanc Marama 2024

Limitiert

Zum Winzer

Sauvignon Blanc 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2040
exotisch & aromatisch
frische Säure
fruchtbetont
Lobenberg: 92–93/100
Falstaff: 93/100
Suckling: 90/100
Deutschland, Nahe
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sauvignon Blanc Marama 2024

92–93
/100

Lobenberg: Nahe meets Neuseeland! Dönnhoffs Sidekick in Richtung des anderen Endes der Welt. Von eigenen Reben erzeugen Cornelius Dönnhoff und sein neuseeländischer Kellermeister die zwei klassischen Weinstyles der Sauvignon Blanc-Welt: einmal den neuseeländischen, klaren, stahligen und fruchtbetont-exotischen Stil der neuen Welt, den Marama und daneben die klassische Loire-Variante mit Holzausbau, mehr Oxidation und Textur im Pouri. Pouri ist Maori für Dunkelheit, Marama steht für Licht. Sowohl das weiße Label (Marama) als auch die schwarze Variante (Pouri) wurden vom Kiwi-Künstler Dante Adams entworfen. Wenn man die Nase hier ins Glas hält, möchte man kaum glauben, dass dieser Stoff so unendlich weit von Neuseeland entfernt gewachsen ist. Diese stahlig-frische Nase von Stachelbeere, pürierter Mango und viel schwarze Johannisbeere. Das ist so typisch Neuseeland-Sauvignon, irre. Chapeau an Cornelius, das hat er perfekt getroffen! Der Mund ist eine saftige, zitrisch-frische Explosion in Exotik, langsam kriecht feines Salz an den Zungenrändern hoch. Etwas weißer Pfeffer, pikant, würzig, verspielt. Wirklich witziger Stoff, Liebhaber von New World-Sauvignon werden ihre Freude damit haben.

Jahrgangsbericht

»Here comes the rain again…« – das Weinjahr 2024 war rasant und aufwühlend. Eine deutlich kühlere Vegetationsperiode mit wechselnden Regen- und Trockenphasen forderte die Winzer heraus. Der frühe Austrieb im April wurde von heftigen Spätfrösten abgelöst, die Ahr, Nahe, Nordbaden, Saar und Ruwer besonders hart trafen und zu teils dramatischen Ernteausfällen führten. Viel Manpower, bedingungsloser Einsatz und sorgfältige Selektion waren entscheidend. Die besten 2024er Weine zeigen eine bemerkenswerte Finesse mit überraschend viel Stoffigkeit und schlanker Kraft. Der kühlere Ausdruck erinnert an die präzisen Klassiker 2016, 2008, 2004 und 2002. Sie sind extrem klar gezeichnet und definiert und besitzen häufig mindestens ein Volumenprozent weniger Alkohol als die Vorjahre. Umso überraschender ist die Substanz und innere Dichte, die durch ausgiebige Sommerniederschläge und eine langsame Reifung bis in die kühlen Nächte der späten Lese ermöglicht wurde. Die Trauben erreichten enorm hohe Extraktwerte, die mit 2023 konkurrieren. »Die schönsten Aromen gedeihen im Schatten.« wie Florian Lauer immer sagt. Die Säuren sind »nordisch-straff« und vibrierend, aber reifer und weniger einschneidend als im “krachenden” 2021. Die Weine bieten eine genussvolle Cremigkeit, ohne ihr elektrisierendes Rückgrat zu verlieren. Der 2024er ist ein harmonischerer und feinerer Jahrgang als ebenfalls kühlere 2021, zudem ist es aromatisch in einem klassischeren und schlankeren Profil angesiedelt als die »Vollgas-2023er«. Bei vielen Weinen wurde ein Level erreicht, das mit dem Benchmark-Jahrgang 2023 mithalten kann, auch wenn die Mengen besonders bei den Großen Gewächsen teils sehr gering sind. Es gibt so viele wunderschöne, filigrane, saftig-dichte und auch richtig lecker-delikate Weine in diesem Jahr. Und das kann in dieser Leichtigkeit und finessenreichen, athletischen Form heute eben fast nur noch in Deutschland so geerntet werden. Franken glänzt mit exzellenten Silvanern mit kühlem Saft und eleganter Stoffigkeit. An Mosel-Saar-Ruwer wurde im restsüßen Bereich von Kabinett bis Auslese absolute Weltklasse geerntet, trotz mancherorts verheerender Frostschäden. Die Nahe glänzt 2024 nicht nur mit Riesling in ultrafokussierter Manier, sondern auch mit Burgundern dieses Jahr – genau wie die Südpfalz! Der wärmeren Mittelhaardt steht ein kühleres Jahr immer mehr als gut. Von Christmann über Bürklin bis Winning ist das der Stoff aus dem Riesling-Träume sind. In Rheinhessen hat wohl der Rote Hang sein Jahr der Jahre, so viele Mega-GGs nach den schwierigen Trockenjahren dort ein Segen… wow!

93
/100

Falstaff über: Sauvignon Blanc Marama

-- Falstaff: Ein fruchtiger Sortentyp mit Aromen von Kiwi, Stachelbeerkonfitüre und einem Hauch von Pfeffer und grünem Paprika. Der Gaumen hat eine fast an Riesling erinnernde Saftigkeit, ein frisches Säurerückgrat und viel Spannung, eine überzeugende Frische und bleibt bei alldem gebündelt und kompakt bis in den langen Abgang.

90
/100

Suckling über: Sauvignon Blanc Marama

-- Suckling: White currant, passion fruit and gooseberry aromas leap from the glass of this sleek and vibrant, barely medium-bodied sauvignon blanc. The inspiration of New Zealand is clear, but the racy acidity is better integrated than in most NZ wines from this grape. Very zesty yellow grapefruit finish. Limited production. Drink now. Screw cap.

Mein Winzer

Dönnhoff

Der heilige Gral des deutschen Rieslings – nicht wenige Liebhaber verorten ihn bei den Dönnhoffs im Nahetal. Helmut Dönnhoff gehört völlig ohne Zweifel zu den zehn besten Weißwein-Erzeugern des Erdballs und ist heute eine lebende Riesling-Legende. Sein Sohn Cornelius hatte also große Fußstapfen zu...

Sauvignon Blanc Marama 2024