Es gab in 2024 einen starken Frostschaden durch dramatische Frühjahrsfröste bei Dönnhoff, der vor allem die Lagen in und um Niederhausen und Oberhausen getroffen hat. Cornelius Dönnhoff hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt und sein freundschaftliches Netzwerk aktiviert. So ist er mit dem Team und der Familie im Herbst losgezogen und hat sowohl bei Bürklin-Wolf in Wachenheim als auch bei Philipp Wittmann in Westhofen die Trauben einiger Parzellen der Top-Lagen gekauft und selbst gelesen. Die Weinbergsarbeit übers Jahr wurde also von Bürklin bzw. Wittmann gemacht, entsprechend biodynamisch. Der Ausbau wurde dann vom Team Dönnhoff, natürlich im eigenen Weingut, übernommen. Dieser Coup war bitter nötig, um die eigenen Mengenverluste zumindest einigermaßen auszugleichen. Der Westhofener hat eine für Dönnhoff natürlich eher ungewohnte Kalkigkeit, diese etwas mehr ins die Horizontale gehende Struktur. Er ist aber näher am Dönnhoff-Stil der Feinheit als der druckvollere, wärmere Pfälzer. Feiner Agrumenduft, Quittenschale, gelber Apfel. Der Westhofener ist mir etwas lieber als der kräftigere Wachenheimer, auch weil es etwas besser zu Dönnhoff passt. Spannend!