Diego Magaña erstand vor wenigen Jahren einen kleinen Weinberg in einer Talsenke fast mitten in der Region Laguardia, stadtnah in Villalba. Uralte Buschweine, 100 Jahre alt, wurzelecht. Ein Glücksgriff, der sehr alte Besitzer wollte nicht mehr weiterarbeiten. Diese winzigen Erträge ergänzte Diego mit 30% aus 70ig-jährigen Reben aus El Villar und etwas uralter Grenache aus Badaran. Bis auf die reine Grenache alles im gemischten Satz stehend, in Summe ca. 80% Temranillo mit 10% Garnacha, Graciano und weißer Viura und auch Malvasia, alles gleichzeitig händisch geerntet und zusammen mit Rappen gequetscht und fermentiert und auch ausgebaut in 500 Liter Tonneaus. Es gibt nur gut 2500 Flaschen. Diegos Meisterwerk in der Rioja aus einem regenreichen Jahr. Vor den großen Herbstregen im Oktober geerntet. Dunkles Rubinrot. Süße Nase von frischem Blut mit Granatapfelsaft und Orangenzesten. Süße Zwetschge, Himbeeren und süße Weichselkirsche. Etwas rote Johannisbeere dazu und satte florale Noten, Minze und zerstoßene Kalksteine. Ungeheuer komplex und charmant. Süße Kirsche mit etwas schwarzem Pfeffer und etwas Chili drücken in den Mund, etwas getrüffelte schwarze Erde, wieder Minze mit Schwarzkirsche, Maulbeere und Erdbeere dazu. Auch frischer Orangensaft. Kühl, charmant und doch erstaunlich süß. Mit großer Länge gesegnet. Die Grenache scheint zu dominieren, das liegt an der Kombination dieser uralten Tempranillo mit mindestens 10% Weißweinreben. Reif und doch kühl mit mehr Charme als erwartet, aber auch mit einem Hauch kantiger Bitterkeit. Multikomplex und seidig elegant, total polierte Tannine, fast schon zugänglich, grandiose Harmonie trotz der leichten Bitterkeit und Kantigkeit, gerade das macht ihn so komplex und groß. Bitte kühl trinken aus einem großen Burgunderglas. Eine Offenbarung!