2023 ist ganz klar das Jahr der Cabernet Sauvignon. Daher auch 56% Cabernet Sauvignon im Clos du Marquis nebst 35% Merlot und 9% Cabernet Franc. Der Alkohol liegt bei 13,5% Vol. Ausbau für 16 Monate in 50% neuen Barriques. Mit einem Anteil von 5,4% sogar etwas weniger Presswein als im Leoville Las Cases. Die Nase ist so beeindruckend reich, dicht, reif und konzentriert. Schiebende, drückende Schwarzkirsche mit Brombeere in der Nase. Einschübe von Blaubeere, viel Lakritze, kühl und ätherisch-kräutrig umspielt. Ein Hauch Thymian dazu, feine Wacholderwürze. Am Gaumen überraschend lecker, fein und intensiv gleichzeitig. Eine hedonistische Freude, seidiges Tannin, saftig, vibrierend. Ein charaktervoller Clos du Marquis, durchaus mit gewissem Hang zur Größe. *** Clos du Marquis gehört zu Léoville Las Cases. Es ist kein Zweitwein, weil er auf fest definierten Rebbergen wächst. Es ist ein eigenständiger Wein von Léoville Las Cases. In diesen Wein gehen also niemals abgewertete Fässer von Las Cases. Im Gegenteil. Inzwischen hat Clos du Marquis einen eigenen Zweitwein, um den Erstwein besser zu machen. Also ein ganz eigenständiger Wein, der dadurch seinen nicht ganz günstigen Preis auch wert ist. Dennoch ist er schwer zu verkaufen, weil er eben als Zweitwein gehandelt wird. Er kann durchaus mit einigen 3ème und 4ème Crus aus Saint Julien mithalten.