Dieser Wein wird überwiegend aus dem Kernbereich der Grand Cru Lage Marienburg, die von Grauschiefer geprägt ist, gewonnen. Das Ausgangsmaterial ist also von höchster Güte. Die Restzuckerwerte werden sich so um 4 bis 5 Gramm einpendeln für die einzelnen Fuder, die dann anschließen vermählt werden. Im Fuder spontanvergoren, nur wenige Fuder durchliefen in 2024 spontan eine Malo. Schön schlanke, eher filigrane Frucht. Wir haben in 2024 eine etwas kühlere Auslegung als 23 und 22, es ähnelt mehr 2021, hat aber mehr Geschmeidigkeit, ist weniger Freakstoff. Die 2024er sind sehr ausgewogen, erinnern mich ein bisschen an das kühle 2004, geschliffen, fein, unaufgeregt und in sich ruhend. Die Säuren sind sehr schön ziseliert, überhaupt nicht grün. Viel europäische Frucht, weißfleischige Birne, Zitronenschale, nasser Stein, ein bisschen apfelig-minzig, sehr tonisch und erfrischend. Die Weine haben schon Biss und Druck, sind aber ausgesprochen elegant und schick. Das ist ein ganz feiner, leiser und angenehmer Jahrgang, der nicht auf den Putz haut, um zu gefallen. Wer mehr Action sucht, braucht eher 2023. 93-94+/100