Der Wein stammt aus dem Blauschiefer-Bereich der Großen Lage Marienburg, wie quasi alles bei Clemens Busch. Im Fuder spontanvergoren, nur wenige Fuder durchliefen in 2024 spontan eine Malo. Schön schlanke, eher filigrane Frucht. Wir haben in 2024 eine etwas kühlere Auslegung als 23 und 22, es ähnelt mehr 2021, hat aber mehr Geschmeidigkeit, ist weniger Freakstoff. Die 2024er sind sehr ausgewogen, erinnern mich ein bisschen an das kühle 2004, geschliffen, fein, unaufgeregt und in sich ruhend. Die Säuren sind sehr schön ziseliert, überhaupt nicht grün. Gerade im Mund zeigt sich schon dieser freche Biss, den 2021 auch hatte, aber nicht ganz so stramm, sondern feiner und ausgewogener. Ein bisschen wie eine etwas leichtere Version von 2016. Gefällt mir sehr gut, es ist wieder klassischer moselanisch-vital und ein bisschen weniger cremig. Tolle Nase mit sehr straffer Frucht, zieht richtig schön durch, Pomelo, weiße Grapefruit, Granny Smith. Das Ganze hat eine Energie und eine feine Schubkraft im Mund, dass es einfach Freude macht. Solch kühlen Jahre haben bei den besten Winzern einfach einen genialen Trinkfluss, alles passt.