Der Rothenpfad stammt aus dem auf rötlicherem, eisenhaltigen Schiefer liegenden Teil der Marienburg, Buschs herausragende Hauslage. Das ergibt einen deutlichen Kräuterabdruck und auch die Frucht geht mehr ins Rötliche, mehr zu rotem Augustapfel, Weinbergspfirsich, roten Waldbeeren und Bergwiesenheu, auch viel Lavendel. Ein ganz eigener Charakter. Ich mag eigentlich jedes Jahr die Blauschiefer- und Grauschiefer-Weine aus der Marienburg mehr, aber diese etwas an Ürzig oder Erden erinnernde Aromatik des Rothenpfad hat schon einen eigenen Reiz und vor allem viel Charme. Es ist auch meist das etwas früher zugänglichere GG. Die Textur ist traumhaft seidig, dicht und straff, mit roten Beeren und Rosenblättern zieht er in ein griffiges, aromatisches Finale davon. Nicht die feine Klinge wie ein Fahrlay, sondern etwas geschmeidiger, duftiger und cremiger. Viel Grapefruit-Energie im Mund. Alles passt. Das ist 2025 ein köstlicher Wein.