Christian Tschida: Felsen I 2024

Christian Tschida: Felsen I 2024

Blaufränkisch
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2044
pikant & würzig
saftig
naturbelassen
Lobenberg: 96/100
Falstaff: 99/100
Österreich, Burgenland
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Felsen I 2024

96
/100

Christian Tschidas Felsen I ist ein absolutes Meisterwerk, ein Ausnahme Blaufränkisch der an Feinheit kaum zu toppen ist. Er stammt aus einem sehr steinigen Weinberg am Leithaberg. Eher am Hangfuß gewachsen. Selbstverständlich so pur wie nur möglich belassen, unflitriert und ungeschönt auf die Flasche. Quasi nicht extrahiert um die pure Frucht beizubehalten. In der Nase direkt saftige Herzkirsche mit reifen Himbeeren, auch etwas dunkles wie Schlehe, untermalt von einem Hauch Wildkräuter. Zartrauchige Mineralität, zerstoßenes Gestein, etwas Pfefferwürze. Am Gaumen dann ein unverkennbarer Tschida: enorme Spannung, brillante Klarheit und eine fast schwerelose Konzentration. Alles wirkt spielerisch, nichts ist laut oder überladen. Stattdessen pure Präzision, getragen von seidigem Tannin eleganter Frische. Wow, was für eine Balance! Süße, saftige Kirschfrucht in ihrer schönsten Form, dazu ein salziger Kräutermantel, feiner Kalkstein. Irre Länge und immer wieder nachhallende Frische. Ein Wein mit Charakter und wirklicher Größe, sehr stark!

99
/100

Falstaff über: Felsen I

Mittleres Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Feine Herzkirschenfrucht, ein Hauch von dunkler Schieferwürze, floraler Anklang, rotes Waldbeerkonfit und ein Hauch von Mandarinenzesten unterlegt. Komplex, engmaschig, feine Extraktsüße, wieder reife Kirschen, feine, feste Tannine, sehr gut anhaftend, finessenreich strukturiert, balanciert, leichtfüßig, salziger Touch, zart nach Brombeeren im Abgang, tolle Länge, sollte unbedingt dekantiert werden, ein perfektes Beispiel, wie ein Rotwein von heute ausgestaltet sein sollte.

Mein Winzer

Christian Tschida

Christian Tschida zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Low-Intervention-Winzern Österreichs. Das Erfolgsrezept? Sicherlich seine laissez-faire Arbeitsweise – keine strenge Ordnung, keine festen Regeln, keine Dogmen.

Felsen I 2024