100% Merlot. 14,5% Vol. Ein von Lehm und Kalkstein geprägter Weinberg mit im Schnitt über 40 Jahre alten Reben. Der Ausbau erfolgt für 14 Monate in französischen Barriques mit 15% Neuholz, 75% einjährigen Fässern und 10% älteren, gebrauchten Barriques. Monrepos ist einfach Everybody’s Darling Bordeaux, immer ein echter Liebling in diesem Preisbereich. Und auch 2023 enttäuscht da nicht ansatzweise, sondern reiht sich nahtlos in die Erfolgsreihe der letzten Jahrgänge ein! Samtige, reife Kirsche satt. Dann kommen Noten von Feigen dazu. Umrahmt von feiner Würze, etwas Tonkabohne und Honig mit Piment. Schöne Komplexität. Am Gaumen bin ich dann durchaus überrascht – der Wein kommt total geschliffen und elegant daher! Benoît Trocard erklärt das mit dem pH-Wert, der mit 3,6 etwas niedriger ist als sonst, deshalb hat man hier trotz dieser reifen, süßen Frucht auch eine geniale Frische mit drin. Schöne, satte Kirsche mit kühlen Noten. Sehr geschliffenes, poliertes Tannin mit leicht kalkigem Grip und feiner Länge. Trocard Monrepos ist nie ein großer Wein, aber diesen Anspruch hat er auch nicht. Er ist einfach schön, fein und hedonistisch, dabei ein typischer, moderner, saftig-animierender Bordeaux. Wie so häufig auch in 2023 ein toller Wert! *** Der kleine Weinberg, schon im 11. Jahrhundert namentlich erwähnt durch das Kloster und die Mönche von Faize und ihre Kirchweinbereitung, liegt in Les Artigues de Lussac-Saint-Émilion, hat allerdings statt der Lagemäßig richtigen Appellation von Lussac Saint Emilion nur die Appellation Bordeaux Supérieur aufgrund eines historischen Streits der Gemeinde Les Artigues um Kirchenrechte. Es wäre ein riesiger, aber machbarer Aufwand diese Appellation wieder zu holen. Ziemlich dumm Der Weinberg umfasst nur fünf Hektar in reiner Südwest- und Südexposition. Roter Lehm mit Kalkstein, 100 Prozent Merlot, von Jean Louis Trocard neu gepflanzt 1982. Wir reden hier von einem großen kleinen Wein. Bio im Weinberg, Handlese, winzige Erträge, Spontanvergärung. Ausbau im neuen und gebrauchten Barrique, 15% neu, 75% einjährig, 10% zweijährig. Der Wein kann problemlos 20 Jahre oder länger altern, das haben wir oft genug erfahren. Es ist ein Weinberg der Handelsfamilie Trocard, die auch Clos de la Vieille Eglise ihr Eigen nennen. Angepflanzt direkt hinter ihrem Hauptsitz in Lussac.