87 Prozent Cabernet Sauvignon und 13 Prozent Merlot. Der Ertrag lag bei 45 Hektoliter pro Hektar. pH-Wert 3,54, Alkoholgehalt 13,9 Volumenprozent. Ausgebaut für 16 Monate in 40 Prozent neuen Barriques, der Rest in gebrauchtem Holz und zu 20 Prozent in Amphoren. Dichte Nase, wie 2022 ist – unglaublich fein. Nichts Harsches, nichts Grünes, sondern nur reif, dicht und dunkel. Sehr Pauillac! Tolle Spannung im Mund, aber auch gleichzeitig etwas sämig. Gelbe Frucht und Cranberry, viel rote Frucht mit Sauerkirsche. Gute Spannung und Pikanz aufbauend. Spannender Wein! Das macht Freude, ihn zu trinken, weil er so pikant hin- und herspringt. Er ist schon fast ein ganz großer biodynamischer Pauillac der allerersten Reihe und dazu ein sehr spannender, schicker und aufregender Wein mit toller Länge und geschliffenen Tanninen. *** Haut-Bages Libéral gehört zu den Besitztümern von Jacques Merlaut, der aber das Zepter inzwischen an seine Enkelin Claire Villars-Lurton abgegeben hat. Zu dieser Gruppe gehören auch Château Ferrière, Durfort-Vivens und La Gurge. Haut-Bages Libéral hat 30 Hektar auf einer extrem dicken Schicht Garonne-Kiesel. Einer der höchstgelegensten Weinberge des Médoc und vor allen Dingen von Pauillac. Da Haut-Bages Libéral direkt am Fluss liegt, gibt es hier nie Frost. Das Château ist Bio-zertifiziert und in Konversion zu biodynamischer Bewirtschaftung. Dementsprechend minimale Erträge von rund 40 Hektolitern pro Hektar bei Dichtpflanzung. Önologischer Berater ist Eric Boissenot, der auch alle Premier Crus betreut. Spontane Fermentation, für 16 Monate wird der Wein zu 40 Prozent in neuen Barriques, zu 40 Prozent in Zweitbelegungen und zu 20 Prozent in Betonamphoren ausgebaut.