70 Prozent Merlot, 25 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Der Ertrag lag bei 36 Hektoliter pro Hektar. Ausbau im Barrique, ein Drittel Neuholz. Dichte, reiche Nase mit Schwarzbrot – faszinierend! Schwarzes Holz, das Pumpernickel kommt wieder durch. Das ist schon sehr spannend! Brombeere und relativ viel neues Holz, dazu Lakritze. Ein Wein wie in klassischen Jahren. Viel Druck aufbauend! Auch im Mund Power, viel Power! Brombeere, Maulbeere und Cassis, viel Lakritze und feine Chilischärfe. Salz im Nachhall – druckvoll mit Blaubeerschalen. Ziemlich auf Kracher vinifiziert, aber in der Tanninstruktur durchaus samtig. Passt! Archetypischer, sehr guter Saint-Émilion. Wenn der Preis stimmt, allemal eine Empfehlung wert, weil er die Appellation so hervorragend in dieser klassischen Art repräsentiert. *** Château Faugères von Silvio Denz liegt überwiegend auf Kalkstein, zum Teil auf Lehm, direkt an der Grenze zu Castillon. Inzwischen ist es ein Grand Cru Classé. Ein 40 Hektar großes Weingut. Es gibt weit über 100.000 Flaschen in 2022.