2022 wurde das Chateau geteilt, die sandigeren und lehmigeren Böden gingen an den bisherigen Co-Eigentümer Hubert de Baouard und sein Chateau Angelus. Die seit Jahrhunderten im Familienbesitz der Familie De Lavaux befindlichen 3 Hektar Ur-Weinberge auf reinem Kalkstein und zu 100% mit Merlot bestockt, verblieben in der Familie. Die Önologie wurde wieder zurücktransferiert an die Saint-Emilion-Legende Derenoncourt. Der biologische Ansatz in der Weinbergsbearbeitung wurde ausgebaut, die Zertifizierung erfolgt nach der Konversion. 2022 kommt mit einer wahnsinnig reifen, aber nicht überreifen Schwarzkirsch-Nase, sehr reich und mit viel Lakritz dahinter. Wow! Grafit und Minze. Sanfter, superweicher, eher opulenter Druck. Schon die Nase sexy. Der Mund ist sehr definiert. Auch komplett auf schwarzer Frucht laufend. Schwarze Kirsche, leichte Schärfe, Pimentpfeffer und schwarzer Pfeffer. Viel Salz. Die Schärfe zieht sich durch in den Nachhall. Hohe Mineralität. Die schwarze Frucht ist fein, wenngleich sehr aromatisch präsent. Die Tannine sind seidig und geschliffen, trotzdem hat der Wein Grip und ist durchaus anspruchsvoll. Extremer Geradeauslauf. Toller Saint-Émilion. Erstmalig als 100%iger Merlot nach der Reduzierung auf die 3 Hektar Kerngebiet auf Kalksteinfels rund um das Chateaugebäude. Das tut ihm gut, besser definiert und noch geradliniger in der schwarzen Kirsche und Beerenfrucht. Fas ganz groß.