Lobenberg: Die Kühle des Jahrgangs und die Kühle des Weinbergs machen aus diesem Varonniers einen echt schicken Wein. In der Nase ist er total schwarz, aber darunter liegen rote Cranberry und Sauerkirsche. Die schwarze Frucht ist Schwarzkirsche, dazu Cassis, Lakritze, viel Minze und Eukalyptus. Reich, dicht und drückend, samtig und gleichzeitig eine schöne Kühle ausstrahlend. Ein Blockbuster in Finesse. Der Mund lässt die Augen zusammenziehen, die Zunge rollen. Was für eine Intensität, was für eine wunderbare kühle Syrah! Trotzdem auch mit dieser irren Konzentration. Schwarzkirsche mit Himbeere und Cranberry darunter, immens dicht im Mund, lang und cremig. Sattes Tannin, aber seidig und samtig bleibend. In der Intensität ist dieser Varonniers schon ziemlich atemberaubend. Trotzdem bleibt er dahinter frisch, hat eine wunderbare Säurestruktur. Ein bisschen pinke Grapefruit rollt hoch mit Salz und an Kalkstein erinnernde Mineralität, die aber hier natürlich aus dem Granit kommt. Für einen Crozes-Hermitage ein Blockbuster und gleichzeitig ein spielerisches, dichtes kleines Monster. Der Wein ist in seiner Art mundwässernd, hedonistisch und einfach lecker. Fünf, sechs, sieben Jahre warten ist allerdings angesagt. Großer Stoff für einen Crozes! 98+/100 *** Les Varonniers ist ein Lieu-dit, der neben dem Hermitage liegt, direkt oberhalb von Chapelle Hermitage in Westexposition. Deshalb geht dieser Varonniers stilistisch sehr stark in Richtung seines berühmten Nachbarn. 100 Prozent Syrah auf 100 Prozent Quarz und Granit. Insgesamt 1,5 Hektar Reben, sie wurden in den 60er-Jahren gepflanzt. Der Weinberg hat den Großteil des Tages Schatten, weshalb der Wein immer eine gewisse kühle Aromatik hat.