Im Jahrgang 2024 hat gibt es keinen Bruyères und »Marne Rouge« als einzelne Abfüllungen, sondern den Bruyeres-Poussot, aufgrund der sehr kleinen Ernte. Poussot ist die Lage aus der normalerweise der Marne Rouge abgefüllt wird, sie liegt nicht weit von Bruyères, hat aber eben einen roten Mergelboden, Bruyères hingegen einen etwas kalkigeren. Es ist einfach urtypisch Jura, solche Rotweine kann keine andere Region der Welt machen, außer vielleicht die Hochlagen Nordspaniens. Die Reben sind 55 Jahre alt in Bruyères und rund 40 Jahre alt in Poussot. Alles wird zu 100 Prozent entrappt und in großen, uralten Fuderfässern spontan vergoren und ausgebaut, je nach Jahrgang zwischen sechs und 18 Monaten, je nachdem wie der Wein sich entwickelt. Wenn er perfekt schmeckt, kommt er in die Flasche, egal wie lange er im Fass lag. Wir haben die feine Kühle des Jahrgangs im Duft mit roten Blüten, Blutorange, Grapefruit, sehr straff, aber nicht extrem, er hat tatsächlich mehr Schub als ich erwartet hatte. Tatsächlich haben die 2024er hier deutlich mehr Konzentration und Struktur als die saftigen, verspielten 2023er. Das ist schon ein ziemlich großer, tiefer und dichter Trousseau. Er ist eng verwoben und hat köstliche, straffe, steinig-kühle Tannine, die ihn in große Länge ziehen. Dennoch hat er nur 12.5 Prozent, aber aus diesem schlanken Körperbau entwickelt er eine beachtliche Power. Fantastisch frisch und salzig, aber eben mit mehr kühlem Tanninschub unterlegt als die zarten 2023er. Ein Wein, der vom Entrée bis zum Käse ein Menü begleiten kann, weil er alles hat.