Hier ist nur das reife, gesunde, gut versorgte Lesegut eingeflossen. Überwiegend Material aus der Ersten Lage Nussbien, sowie abgestuft Gaisböhl GC-Fässer. Außerdem kommt hier eine kleine Parzelle aus dem Reiterpfad ein, die zusätzliche Frische mit sich bringt. Eine kühle, oben am Waldrand, an der Grenze zum Ölberg gelegen. Natürlich kleine Erträge aus biodynamischem Anbau. Die Böden sind Buntsandstein mit viel Ton und etwas Kalkmergel – also eine Mischung aus warmer Charakteristik vom Buntsandstein und Eleganz vom Kalkmergel. Eine sehr rauchige Nase, europäische Frucht, Grapefruit, Orangenschale, salzige Zitrusfrucht, Quitte, roter Weinbergspfirsich und weil wir hier mit sehr wenig Restzucker fahren, auch gar nicht so viel üppig gelbe Frucht wie im Gutswein, sondern sehr geradeaus, mit feinen Zitrusnoten. Sehr fein verwoben und duftig, aber mit wenig Charmefaktor, dafür steinige Fülle, fast üppig und dicht. Im Grunde schon eine Art kleiner Gaisböhl in seiner Stilistik! Sehr hohe Intensität im Mund. Herb-kräutrige Noten, lang und mineralisch, steinig, salzig, aber auch dicht und füllig, dennoch wenig Zugeständnisse in der Jugend, den in fünf Jahren kommenden Charme kann man aber erahnen. Was für ein genialer Ruppertsberger. So typisch Bürklin, warum nett wenn's auch ein bisschen extrem geht?