Recht alte Reben und etwas kühlere Standorte als beim Weißburgunder des Hauses. Die Trauben wachsen in recht kalkigen Lagen. Sowohl Weißburgunder als auch Chardonnay stehen im Appenheimer Eselspfad, aber nicht in Mischpflanzung, sondern einzeln. In etwa 50/50-anteilig cuvetiert. Die Weine werden nicht gemeinsam vergoren, sondern getrennt ausgebaut und dann cuvetiert. Ausbau komplett im Holz, rund 10 Prozent Neuholz in 2025, alles Tonneaux-Fässer von 500 Litern und ein paar alte Barriques. Grundsätzlich keine Malo in der Stilistik. Die rauchige Nase erinnert an Pouilly-Fuissé, also südliches Burgund. Er wird schon vom Holz getragen, zeigt weißen Pfirsich, Tonic Water, weiße Blüten. Dichter, intensiver Schmelz, am Gaumen, zart buttrig, salzig, es bleibt ein straffer Typ, hat 2025 aber schon ungeheuerlich viel Power und Dichte. Der Mund hat ein paar Anklänge an Chassagne-Montrachet mit seiner hellen, kalkigen Mineralität und feinen Salzigkeit. Trotz der Kühle schön balanciert. Eine Allzweckwaffe in der Speisenbegleitung, dabei durchaus schon anspruchsvoll mit seiner Würze.