»Alte Reben« war schon unter Bernhard Huber einer DER deutschen Pinots schlechthin und sicher einer der ersten großen deutschen Ortsweine nach burgundischem Vorbild. In die Alten Reben gehen viele Weinberge unmittelbar neben Julians Bienenberg GG rein, alles Malterdinger Parzellen, auch abgestufte Bienenberg-Fässer. Zwischen 30 bis fast 70 Jahre alte Reben. Überwiegend deutsche und burgundische Genetik. Komplett entrappt in 2023. Die Gerbstoffstruktur stammt nur von der Frucht und dezent vom Holz. Ausbau in burgundischen Barriques, rund ein Drittel neu, Verbleib für 16 Monate im Fass. Deutlich mehr extrahiert als in anderen Jahrgängen, etwa sechs bis acht mal untergestoßen. 2023 brauchte das einfach um etwas mehr Dichte und Gerbstoff reinzubekommen. Sehr intensive Nase, dicht und kraftvoll. Nochmal ein deutlicher Schritt im Vergleich zum »kleineren« Malterdinger. Zeigt sich aber auch jetzt so jung schon extrem offen und harmonisch. Dunkle Kirsche, zart rauchig unterlegt. Hat auch etwas von schwarzem Pfeffer, Holunder und dunkler Erdigkeit. Kaum Reduktion zum Start, die Nase ist einfach großartig fein und brillant. Der Mund hat auch diese immense Spannung unter dieser würzig unterlegten Beerenfrucht, Schwarzkirsche, Graphitmineralität, dann kommt der Spannungsbogen aus der reifen Weinsäure und zieht sich über die Zunge, feinnervig, saftig, cremig. Julian Huber ist im puren Hedonismus des Burgunds angekommen und bleibt dabei doch so unglaublich eigenständig. Der Wein ist einfach eine Ikone und auch in 2023 wieder unfassbar stark!