In 925 Metern Höhe in reiner Nordexposition gepflanzter Tempranillo mit etwas Grenache und einigen autochthonen Reben, der gemischte Satz enthält auch Weißwein. 0,3 Hektar winzig. Zusammen per Hand geerntet, 2/3 entrappt und dann spontan im offenen 500 Liter Tonneau vergoren. 24 Monate im zweitbelgten französischen Burgunderbarrique des hochberühmten (besten?) Tonneliers Taransaud ausgebaut. Auf der Feinhefe belassen. 1 Barrique nur! Satte balsamische Veilchen-Lakritz-Nase, Eisen und etwas Jod und Blut darunter, dicht und intensiv. Der Mund ist unerhört fein, das ist oberste Liga der modernen Ribera del Duero. Naturwein, weit weg von der modernen Art eines Vega Sicilia oder Pingus. Dominio del Aguila ist in dieser Liga, ich glaube die 2 Weingüter sind ziemlich einzigartig. Ich bin nicht sicher ob dieser noch intensivere Hontanares den Tempranillo Fuentecebolla in der Finesse übertreffen kann, Hontanares ist aber klar wuchtiger und haut einem bei aller Feinheit mehr in die Fresse. Groß und auch leicht schräg, ein Erlebnis allemal. Man muss diese neue Stilistik der Ribera einfach trinken, das ist etwas wie vom anderen Stern.