Lobenberg: Trascuevas ist eine Viura-basierte Cuvée mit zusätzlich jeweils fünf Prozent Malvasia und Palomino Fino. Im Schnitt über 50 Jahre alte Reben, kein gemischter Satz, sondern aus drei verschiedenen Terroirs stammend. Vergoren im Edelstahl, danach Ausbau im Beton und im 500-Liter-Holzfass. Über 10 Monate Hefelager. Das ist schon in der Nase sehr fein in dieser hellen, etwas unreifen Exotik. Limette, grüne Papaya und Mango, Mandel und Passionsfrucht. Mediterrane Kräuter. Kein klassischer weißer Rioja, weniger oxidativ und der Holzausbau ist hier kaum wahrnehmbar. Dazu viel weiße Blüten. Die Nase erinnert mich an eine Mischung aus Condrieu und Chablis – klingt irre aber genau das war meine erste Assoziation. Eben etwas reifere Frucht, aber auch sehr klar und präzise wie ein rassiger Chablis. Und genau das spiegelt sich auch im Mund wider. Viel reife Zitrusfrucht, Zitrone, Limette, auch wieder Passionsfrucht, etwas Rosmarin. Feine Salzigkeit schwingt mit und gibt viel Schub aus dezentem Gerbstoff. Schönes Spiel zwischen Texturen sorgt für ordentlich Spannung, das ist schon ziemlich genial, was Artuke hier für einen frischen, schlanken Weintyp auf die Flasche bringt.