Dieser Wein kommt von Reben aus verschiedenen Lagen. U.a. aus dem Trittenheimer Altärchen und Mülheimer Sonnenlay, aber eben sehr gute und zertifizierte Einzellagen, die von der winzigen Größe her nicht reichen, um jeweils eine eigene Abfüllung zu machen. Für moselanische Verhältnisse sind es etwas flachere Lagen, aber natürlich auf Schieferböden. Auch der Vom Schiefer wird zu 100 Prozent im Moselfuder spontan vergoren und ausgebaut. Bei Evas Weinen brillieren immer Frische und Zartheit. Schöne weiße Steinobstnase mit dezenter Zitrusunterlegung. Und trotzdem behalten wir Rasse und Filigranität in den Weinen, diese ganz feine Art von Evas Weinen. Schön zugänglich und reif in der Frucht, dennoch war 2024 ein kühleres Jahr an der Mosel, wirklich schick. Wir haben trotz der Kühle des Jahrgangs eine sehr ansprechende Frucht, nichts Extremes oder Grünes wie es 2021 ein bisschen hatte, sondern dichter und intensiver. Was für eine elegante und zarte Sache dieser Vom Schiefer ist, feinfruchtig, saftig, mit vibrierendem Säurekern, aber eben mit einem köstlichen Extrakt umgeben, der den Wein sogar geschmeidig und trinkig macht. Keine Bange, es bleibt schon ein extremer Geradeauslauf da, es bleibt ein reinrassig filigraner Wein. Mosel-Riesling wie er im Buche steht, tänzelnd wie es zu letzt etwas vergessen geglaubt war. Ein sehr sympathischer Moselriesling mit der zarten Handschrift von Eva Clüsserath.