Chara ist Griechisch und heißt »die Freude«. Eine Hommage an die evangelische Kirche, die den Laibles in den schweren Gründungsjahren das Überleben sicherte. Dieser Sauvignon ist absolutes Spitzenniveau, da wird es in dieser Preisklasse schon ziemlich eng. Frischer Auftakt aus Zitronenmelisse und sehr feiner, gelbfleischiger Frucht. Saftiger Pfirsich, Nektarine, Maracuja, dann kommt ein hauch Stachelbeere dazu, etwas frischer noch als im Vorjahr. Leicht kreidige Anklänge schwingen hier auch mit. Am Gaumen ist die Frucht auch wieder voll da! Wow, ist das schön, so ein grandioser Fruchtkorb aus frischer Ananas, grünliche Mangonoten, wieder Nektarine, auch etwas Mandarine. Die konzentrierte Frucht wird auf einer feinen Säureader getragen und umrahmt von kalkiger, salziger Mineralität, die den perfekten Gegenspieler zu dieser schicken Exotik darstellt. Wir sind hier weder an der Loire noch in Neuseeland – das ist ein ganz eigenständiger, ungemein trinkiger Sauvignon-Stil. Alex bleibt sich auch hier sehr treu, wie bei all seinen Weinen steht die Trinkfreude hier an allererster Stelle. Aber das ist durchaus auch ein Wein, den man etwas lagern kann. Gefällt mir wieder einmal sehr gut!