In den Weißburgunder S gehen nur selektionierte Trauben ein. Das sind alte Rebanlangen von 40 bis 50 Jahren in sehr guten Parzellen, von Tim Fröhlichs Großvater gepflanzt. Hier hängt Tim Fröhlich schon viel Herzblut rein. Ausbau in hochwertigen französischen Tonneaux, ein kleiner Teil auch im Stahl. Der Weißburgunder zeigt die selbe verblüffende Mineralität und Kühle wie die Rieslinge von Tim Fröhlich. Er ist der Meister, der diesen knackig-frischen Mineralstil mit quasi jeder Rebsorte hinbekommt, selbst mit Müller und Gewürztraminer. Sein Geheimnis sind karge Lagen, fast alles steht in Riesling-Lagen, da durch wird es immer schlanker und feiner. Feuerstein kämpft mit weißem Pfirsich, schicker Holztouch darunter. Die Trauben waren nahezu perfekt in 2023 und das schmeckt man hier auch deutlich. Tolle Balance, sanfter Druck, aber keinerlei Fett. Ein super-eleganter, ganz feinziselierter Duft mit hoher Intensität. Im Mund kommt dann richtig viel Schub dazu, kommt mehr spürbares Holz, was dem Weißburgunder S guten Auftrieb verleiht. Viel Salz an den Zungenrändern, zart ausgewogene Bitterstoffe an den Seiten, Grapefruit, weißer Pfirsich. Dunkle Mineralik, fast mit einer Dramatik kommend. Während die Nase im typisch steinigen Fröhlich-Stil gehalten ist, zeigt der Mund schön viel Schmelz und saftige Cremigkeit. 2023 ist ein so schönes, balanciertes und trinkiges Jahr, einfach schick! 94+/100