Die Parzelle ist ungefähr einen halben Hektar groß und schon rund 40 Jahre alt. Es waren Rieslingstöcke, die Familie May umveredelt hat auf Chardonnay. Sie wollen in einigen Jahren komplett rieslingfrei sein und sich ganz auf Burgundersorten und Silvaner konzentrieren. Spontane Vergärung und Ausbau in Barriques in 2025, weil die Menge so klein war. Es waren nur zwei Barriques. Die erste Nase erinnert mich ans Mâconnais mit einer schön dichten, schmelzigen Frucht von Williamsbirne, Mirabelle, Minze, Orangenblüte. Der Mund ist schmelzig und fein geschliffen, mit leichter Salzigkeit unter der dichten Frucht. Langer, geschmeidiger Ausklang mit schicker Energie. Mays etablieren sich immer mehr zu Chardonnay-Meistern, weil das auf den Muschelkalkböden hier in Retzbach super funktioniert und es in Franken aber eben diese kühle, straffe Art behält. Ein ganz eigener Chardonnay-Stil mit der nordischen Kühle und der offenen, cremigen Handschrift von May.