Die Premiers Cru sind alle in gebrauchten Demi-muids von François Frères vergoren und ausgebaut. Aufgrund der heftigen Frost, Hagel und Mehltauschäden in Chablis, hat La Chapelle aus diesem Jahrgang nur einen einzigen 1er Cru gemacht, diesen Fourchaume. Der Ertrag im Mont de Milieu und Montmains war einfach zu gering. Gregory hat sich von Anfang an nur auf Trauben aus den besten Terroirs konzentriert, er macht lieber weniger, aber nur das Allerbeste – und das heißt in 2024 dann eben nur einen einzigen Cru. Ihm ist es lieber so, er macht keine Kompromisse. Durch seine Beratertätigkeit kann er sich das leisten und den Verlust des Weingutes einigermaßen tragen, er bleibt da hartnäckig bei 100 Prozent maximaler Qualität. Es gibt drei Demi-muids vom Fourchaume, also rund 2000 Flaschen. Blind könnte man diesen Wein leicht für einen Raveneau halten – und ehrlich gesagt, habe ich schon schlechtere Raveneau als das hier im Glas gehabt. Das ist wirklich ein grandioser Chablis. Er hat eine satte, wahnsinnig intensive Frucht, reife Amalfizitrone, gelbe Blüten, Maracuja mit ihrer feinsäuerlichen Exotik. Gott, ist das ein schöner, intensiver Chablis mit einer Mischung aus Frucht und Mineralität, die einen fast aus der Kurve trägt. Er hat eine höhere Konzentration als 2023, kühleres Jahr hin oder her, aber die darunterliegende Power dieses Weines ist wirklich fantastisch. Die Renaissance von 2014!