La Rioja Alta aus Rias Baixas. Also einer der Primi aus dem Rioja in der vielleicht besten Weissweinregion Spaniens. Was soll da noch schief gehen? Seit 1988 gibt es dies in Kombination. Auch am westlichen Ende Spanien gelten die, für La Rioja Alta typischen Qualitätsstandarts. Strenge Handlese in kleine Boxen, Transport in Kühlwägen und optische Sortierung. Daraufhin kalte Fermentation und noch kältere Pressung in einer Schutzatmosphere. Also modernste Technik, um dem Wein Fruchtigkeit zu verleihen. In 2022 wurde keine Malolaktische-Gärung durchführt, da schon die Moste einfach unheimlich harmonisch waren. Im Glas ist finden wir dann alles, was für Albarino typisch ist. Eine sehr expressive und fruchtbetonte Nase. Viel weiße Steinfrucht, Birne und Limette. Dezente Würze mit Anis und Fenchelsaat. Das passt ganz wunderbar zum Albarino in diesem Stil. Sehr kühl und straff. Dazu kommt nasser Stein für den der Albarino bekannt ist. Im Mund dann weiße Blüten und reife Zitrone, dazu gesellt sich Melone und Grapefruit. Die lebhafte, stahlige Säure zieht sich komplett durch den Mund. Unheimlich saftig. Die Salzigkeit macht das alles unheimlich strukturiert und spannend. Ein Bilderbuch-Albarino, der trinkfreudiger kaum sein könnte. 93/100