Der Cras Blanc Monopole stammt aus dem Herzen des 2,5 Hektar großen Chardonnay-Weinberg in einem Grüngürtel der Stadt Dijon. Die Eule auf dem Label ist das Symbol der Stadt Dijon. Die berühmte Chouette ist in die Kapelle Notre-Dame de Dijon eingemeißelt. Der Cras Monopole wird aus einem rund 0.33 Hektar des steilsten und best exponierten Stücks geerntet. Diese besondere Cuvée wird für etwa eineinhalb Jahre in neuen und gebrauchten Stockinger-Barriques ausgebaut. Die Weinberge rund um Dijon gelten oft als Pinot Noir-Region, aber Soyard beweist, dass Chardonnay hier ebenso gut gedeihen und lebendige Weine mit einem einzigartigen Profil hervorbringen kann, das zu 100 Prozent burgundisch ist, aber auch mit nichts anderem zu vergleichen ist. Marc Soyard steht auf Energie und Leichtigkeit in seinen Weinen – er vermeidet jegliche Schwere. Und so keltert er selbst in heißen Jahren Weine mit sehr moderatem Alkoholgehalt durch einen ausgeklügelten Weinbau. Er pflegt die Reben wie seinen Garten, immerhin wohnt er fast darin. Ich finde Marc Soyards Weine schlicht atemberaubend. Man spürt das kühle Terroir des Nordens in diesem Wein mit seiner hochfeinen, weißen Frucht, die von etwas Limettenabrieb und feinster Reduktion begleitet wird. Superstraff und saftig, mit geballter Energie, die im Mund entfesselt wird. Kreidig, salzig, griffig, hat richtig Drive. Man schmeckt den kargen Boden in diesem Teilstück und das kühlere Klima von Dijon im Vergleich zum Herzen der Côte de Nuits. Im Mund fächert der Wein nach der kühlen, feinen, reduzierten Nase etwas auf, da wird er etwas würziger und kraftvoller, bleibt in 2024 aber ein etwas schlankerer Laserstrahl als 2023. Feine grünweiße Frucht mit Limettenzeste, grüner Aprikose, blanchierter Mandel und gelbem Apfel. Kühler Hochlagen-Burgunder vom Feinsten. 2024 erinnert etwas an 2017.