Eine Solera, die Marc Soyard 2017 angefangen hat und ab dann sind alle Jahrgänge drin außer 2021, da gab es aufgrund des Frostes zu wenig, sodass er nichts zugeben konnte. Im Act 4 sind also aktuell sieben Jahrgänge. Er füllt jedes Jahr ungefähr zwei Tonneaux davon ab und jedes Jahr mit der neuen Ernte auf. Der Wein hat in seiner Auslegung einen leichten Jura-Touch, ein bisschen Savagnin-Nussigkeit und auch ein Anflug von feinem Fino-Sherry, zerstoßene Muschelschale, grüne Birne, Curry und Kurkuma, auch Eisenkraut. Die saftig-dichte Frucht ist sehr kräuterig unterlegt. Der Wein hat eine oxidative Würze, die etwas an alte Sylvain Pataille erinnert, der ja gerade um die Ecke von hier in Marsannay ansäßig ist. Der Mund hat diese faszinierende Salzigkeit wie sie auch trockene Sherry haben und die diese Weine so extrem speisenaffin macht. Der Wein hat Kraft, drückt intensiv über den Gaumen. Das ist ziemlich unique und mit fast nichts vergleichbar im Burgund. Hochlagen-Solera aus Dijon, abgefahren! Nur in kleinsten Mengen erzeugt.