Cornas ist immer 100 Prozent Syrah, by law, keine weißen Trauben erlaubt wie in Côte Rotie oder Hermitage. Biodynamische Weinbergsarbeit, Spontanvergärung. Alles entrappt, für 3 Wochen auf den Schalen. »Les Chailles« sind helle Steine, die etwas an Basalt erinnern, aber nicht vulkanisch sind. Sie sind eine Mischung aus Kalkstein und Granit, das durch tektonische Bewegungen und extremem Druck entstanden ist. Der Weinberg ist an vielen Stellen von diesen Steinen geprägt. Ausbau für eineinhalb Jahre in gebrauchten Barriques, zweite bis sechste Belegung, niemals neues Holz. 2023 war es nicht wie im Vorjahr. Die Reife wurde wie im Vorfeld erwünscht erreicht. Wir sind also wieder beim klassischen Voge-Stil angelangt. Elegant und dennoch von einer berauschenden Intensität gekennzeichnet. Die Vielfältigkeit die die Syrah hier, an der Nordrhône, annimmt ist beeindruckend! Auf der einen Seite die Kühle und das Herbe, was wir im letzten Jahr gesehen haben, auf der anderen Seite diese Tiefe aromatische Erhabenheit wie in diesem Jahr. Purpurfarbend im Glas. Die Nase ist typisch Cornas. Kräftig fruchtig, Sauerkirsche, Schlehe und Johannisbeeren. Dazu ganz junger Lorbeer und Assam. Total geschliffen und zart. Der Mund ist Hedonismus pur. Die Frucht steht unheimlich kräftig im Glas. Dieses archetypische Cornas ist einfach berauschend. Diese Frucht, untermauert von einem derartigen Mineralspektrum ist einfach beeindruckend. Nichts wird zu fett, zu gekocht, oder süß! Ein glasklarer Vertreter der Nordrhône der alten Schule. So haben die Weine vor 30 Jahren fast alle geschmeckt.